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Beleuchtung am Arbeitsplatz

An die Beleuchtung am Arbeitsplatz in Büro oder Verwaltung werden andere Anforderungen gestellt als z.B. an den Arbeitsplatz in Werkstätten oder Lagerräumen. Die Stärke der Beleuchtung wird in Lux (abgekürzt lx) gemessen. Gemäß Arbeitsstätten-Richtlinie ASR7/3 ist in einem „normalen“ Büro eine Mindestbeleuchtungsstärke von 500 Lux gesetzlich vorgegeben. Im Vergleich dazu ist die Nennbeleuchtungsstärke z.B. bei Arbeiten an der Hobelbank mit mindestens 300 Lux angegeben. In Lagerräumen liegt die Mindestbeleuchtungsstärke, je nach zusätzlichen Aufgaben zwischen 50 Lux und 200 Lux. Wir sehen an diesen Angaben ganz deutlich den unterschiedlichen Bedarf an Mindesthelligkeit in Abhängigkeit von den zu verrichtenden Tätigkeiten.

Grundsätzliche Überlegungen zur Beleuchtung

Bei der Lichtplanung für einen Büroraum muss vorher geklärt werden, wie die Beleuchtung prinzipiell gestaltet sein soll. Dafür gibt es mehrere grundsätzliche Möglichkeiten zu bedenken.

  1. Der Büroraum wird komplett gleichmäßig hell ausgeleuchtet. Dazu wird eine größere Anzahl an Deckenleuchten oder auch Pendelleuchten benötigt. So erzielt man an jedem Platz im Raum die gleiche Helligkeit. Das hat den Vorteil, dass man z.B. einen Schreibtisch jederzeit verschieben kann und hat dennoch immer genügend Helligkeit an dem Arbeitsplatz. Nachteilig ist jedoch der Umstand, dass man so nicht auf die individuellen Helligkeitsbedürfnisse einzelner Mitarbeiter, z.B. älterer Mitarbeiter, eingehen kann.

  2. Der zu beleuchtende Raum wird nur mit einer relativ geringen Anzahl von Deckenleuchten ausgestattet. Das reicht zur Grundbeleuchtung aber noch nicht zum Arbeiten aus. Deshalb bekommt jeder Arbeitsplatz zusätzlich eine Schreibtischleuchte. Der Vorteil bei dieser Lösung liegt in der individuellen Möglichkeit jedes einzelnen Arbeitnehmers sich die Helligkeit in einem gewissen Maß selbst einzustellen. Außerdem besteht auch hier die Möglichkeit die Positionen der Schreibtische jederzeit zu verändert. Das bedeutet auch eine gewisse Flexibilität wenn man z.B. mal einen zusätzlichen Schreibtisch im Raum benötigt. Dann braucht man nur einen Schreibtisch und eine Schreibtischleuchte und schon hat man einen weiteren Arbeitsplatz geschaffen – sofern der Platz im Raum dieses ermöglicht. Die Arbeit eines Elektrikers zur Montage einer weiteren Deckenleuchte für den neuen Arbeitsplatz entfällt.
    Die an dieser Stelle beschriebene Lösung kann man selbstverständlich auch mit guten Stehleuchten umsetzen und behält die oben genannten Vorteile.

  3. In dem zu beleuchtenden Büro- oder Verwaltungsraum wird zuerst die Verteilung und genaue Lage der Arbeitsplätze festgelegt. Erst danach wird genau über dem Arbeitsplatz eine Deckenleuchte bzw. besser eine Pendelleuchte angebaut. So hat jeder Arbeitsplatz eine ausreichende Beleuchtung. Wenn man dann jede dieser Pendelleuchten als dimmbare Version kauft, kann sich jeder Arbeitnehmer seine Helligkeit individuell nach seinem Bedarf einstellen. Das wäre ein Vorteil. Es darf bei dieser Lösung jedoch auch ein eventuell bedeutender Nachteile nicht übersehen werden: Man benötigt beim Verschieben der Schreibtische einen Elektriker, der die Pendelleuchten umhängt oder ggfs. zusätzliche Leuchten installiert. Das ist immer mit einem deutlichen Aufwand bzw. Kosten verbunden.

Natürlich kann man auch durchaus Kombinationen der oben angesprochenen Lösungen in Betracht ziehen. Zum Beispiel kann in der ersten Variante bei Bedarf die Beleuchtung durch Schreibtischleuchten ergänzt werden.

Welche der angesprochenen Lösung für Ihre Situation die beste Variante darstellt sollte vorher gut durchdacht werden. Schließlich hat eine gute Beleuchtung einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter.

 

Weiterführende Gedanken

Um herauszufinden welche Lösung für Ihr Büro nun das beste Ergebnis bietet, bedarf es noch weiterer Überlegungen. Wenn Sie Arbeitnehmer unterschiedlichen Alters beschäftigen oder die Belegschaft sich ständig verändert bzw. die Arbeitsplätze tauscht, ist es sinnvoll eine individuell einstellbare Beleuchtung zu wählen. Dadurch hat jeder Mitarbeiter, egal ob alt, jung oder fehlsichtig die Möglichkeit sich die Helligkeit seinen subjektiven Bedürfnissen entsprechend einzustellen. Ein älterer Mensch benötigt bis zu 50 % mehr Helligkeit als ein junger Mensch. Das sind schon deutliche Unterschiede, die sich auf das Sehvermögen und damit die Leistungsfähigkeit drastisch auswirken können.

Wählt man die Beleuchtung überall sehr hell, können zwar die älteren Mitarbeiter gut sehen aber den Jungen ist das dann oft auch zu hell. Außerdem wird unnötig viel Energie verbraucht. Es lohnt sich also über eine geeignete den Bedürfnissen angepasst Beleuchtung Gedanken zu machen. Das heißt auch, bei bestehenden Lichtsystemen und vorhandenen Leuchten über Verbesserungen nachzudenken. Wir helfen Ihnen gerne dabei.

Lichtsteuerung und Energieeinsparung

Für eine individuelle Beleuchtung und auch um Energie zu sparen kann man die Leuchten noch mit moderner Technik ausstatten. Das gilt für Decken- und Pendelleuchten genauso wie für Büro-Stehleuchten. Das bedeutet, die Steuerung ist für die komplette Raumbeleuchtung wirksam oder im anderen Fall nur für eine Stehleuchte am Arbeitsplatz.

Mit einer Außenlichtsteuerung kann man zum Beispiel eine von der Außenbeleuchtung abhängige Innenbeleuchtung des Raumes erreichen. Wenn sich draußen die Helligkeit verändert hat das Einfluss auf die Beleuchtung bzw. Helligkeit im Raum. Mit dieser Lichtsteuerung erzielt man immer die gleiche Helligkeit in dem Büro. Egal ob draußen die Sonne scheint, ob es regnet oder mittlerweile dunkel geworden ist. Mit dieser Lösung kann Energie gespart werden.

Will man eine individuelle Lösung für jeden Arbeitsplatz, so kann dieses mit besonders ausgestatteten Stehleuchten erreichen. Diese professionellen Stehleuchten gibt es mit
- Dimmfunktion
- Tageslichtsteuerung und
- Präsenzmelder.

Die genannten Funktionen können je nach Wunsch beliebig kombiniert werden. Die Tageslichtsteuerung funktioniert, wie bereits beschrieben, abhängig von der Umgebungshelligkeit, jedoch nur für diesen einen Arbeitsplatz und nicht für das gesamte Büro. Die Dimmfunktion ermöglicht es jede Leuchte, wie am jeweiligen Arbeitsplatz benötigt, stufenlos von Hand in der Helligkeit einzustellen. Der Präsenzmelder schaltet die Stehleuchte ab, wenn der Arbeitsplatz über einen längeren Zeitraum, z.B. von 5 Minuten, nicht genutzt wird und spart dadurch Energie. Kommt der Mitarbeiter zurück, schaltet sich die Leuchte automatisch wieder ein.

Die Lichtqualität ist auch noch wichtig

An dieser Stelle müssen wir noch einmal deutlich feststellen, wie wichtig auch die Qualität des Lichts für das Arbeitsergebnis ist. Licht ist nicht gleich Licht! In Büros, Verwaltungen und Praxen werden heute sehr oft Leuchtstoffröhren zur Beleuchtung eingesetzt. Diese haben durchaus auch heute noch ihre Berechtigung und ihre Vorteile: geringer Energieverbrauch, geringe Wärmeentwicklung, lange Lebensdauer (15000 bis 20000 Stunden) und eine gute und flächige Lichtverteilung. Leider werden aber immer noch sehr oft Leuchtstoffröhren mit geringer Lichtqualität eingesetzt. Die sind in der Zusammensetzung des Lichts meilenweit vom Sonnenlicht entfernt. Es fehlen einfach die meisten Spektralanteile des Sonnenlichts. Die sind aber für ein natürlich gutes Sehen und für die gesundheitliche Unterstützung der Arbeitnehmer wichtig.

Einzig Vollspektrumlampen bzw. vollspektrale Tageslichtlampen kommen dem natürlichen Sonnenlicht sehr nahe und bieten annähernd dessen Vorteile. Die Mitarbeiter werden viel besser unterstützt, sind weniger müde, fühlen sich wohler und sind auch weniger anfällig für Erkältungen. Man kann dieses Vollspektrumlicht problemlos in fast allen Leuchten einsetzen, z.B. in einer Schreibtischleuchte, Deckenleuchte, Pendelleuchte oder auch in Stehleuchten. Der Wechsel ist ganz einfach:

alte Röhre raus – Vollspektrumröhre rein – Fertig!

Technische Änderungen an den Leuchten sind nicht erforderlich, um dieses tolle Biolicht nutzen zu können!

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